Ein Hochzeitsfotograf auf Reisen. Tag 2 meiner Tour.

Nach gestern bei Bombenwetter in München, heute also mit Bombenwetter in Bayrischzell. Jederm was er verdient würde ich sagen und nein, damit meine ich nicht mich, sondern meine Brautpaare. OK, mich auch.

Gestern ging es also auf einer zum Glück nicht ganz so vollen A8 in Richtung Bayrischzell. Natürlich noch immer bei bestem Wetter. Auch wenn ich zu diesem Zeitpunkt noch ein bisschen traurig war, dass ich nicht in München bleiben konnte. Aber so ist das eben oft, man kann nicht alles mitnehmen und manchmal muss man sich auch zwingen mit dem Fotografieren aufzuhören. Und ganz davon ab, ich glaube die Hamburger und Münchner Jungs haben es ziemlich krachen lassen… da ist ein Fotograf, der am nächsten Tag noch arbeiten muss doch eher fehl am Platze. Unterwegs habe ich noch die DJ-Technik bei den Jungs von Hell und Laut abgeholt. Guter Laden, top Equipment. Kann ich sehr empfehlen.

Trotzdem habe ich es gerade so zum Shuttle geschafft. 18 Uhr letztes Shuttle auf den Berg. Ich hätte es sicherlich auch zu Fuß noch hinaufgeschafft, aber wie wäre mein Equipment dort hinauf gekommen? Eine der schwangeren Gäste schaffte die Strecke in 25 Minuten. Steil Bergauf. Ich hätte also, sagen wir, 45 Minuten gebraucht. Plus Equipment hätte ich das dann ungefähr acht Mal machen müssen. Ähh, nein.

 

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Oben gabs dann eine sehr herzliche Begrüßung eines sehr entspannten Brautpaares. Sehr coole Location und schöner Pool. Ich bin aber nicht in den Pool gesprungen. Das habe ich dem Ludwig überlassen. Der sah auch viel besser aus. Ludwig ist wohl der Hauptverantwortliche da oben und war etwas überrascht, mich als DJ dort zu treffen. Irgendwie passte ich nicht in das Bild der sonstigen Hochzeits-DJs. Aber das hatte ich auch auf der Schliersbergalm schon einmal. Die sagten damals nur: Wir sind froh, dass Du da bist. Und ich fragte, ob sie nicht erstmal die Musik abwarten wollen, woraufhin sie sagten: „Du trägst Vans. Sowas hatten wir noch nie, kann also nur gut werden.“. Ahja.

So oder so hatten wir das gesamte Wochenende ne Menge Spaß. Also Ludwig und ich und noch so ein Typ in Lederhose und Lodenjacke. Achja, und der Rest der Gesellschaft war auch nicht ohne. Wenn ca. 60 Gäste im Regen auf einer Almwiese stehen und einer Trauung beiwohnen und dem Ganzen eine irgendwie magische Stimmung verleihen, dann sind die mindestens genauso irre wie ich. Allerdings hätte ich meine Bergstiefel besser nicht im Auto vergessen. Die Vans waren pitsche patsche nass. Genauso wie die Hose. Bis zu den Knien.

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Aber ich hatte ja meine Regenjacke dabei…

Den Rest des Tages gabs keinen Regen mehr. Natürlich nicht. Aber ich habe gehört, dass Regen am Hochzeitstag reichen Kindersegen bedeutet. Das Problem ist, wenn es jeder sagt, kann man es als Brautpaar auch irgendwann nicht mehr hören. Ich wünsche den Beiden aber auch noch ein paar Kinder! Wisst Ihr ja, Regen und so…

Eine tolle Hochzeit mit einem sehr netten Tisch an dem ich sitzen durfte. Die Torte war der Hammer (so wird das nie was mit dem Abnehmen), das Essen der Hit. Zur Party musste dann erstmal in einem der Räume alles abgebaut werden und die Anlage aufgebaut. Auf sowas steh ich ja total. Aber für die Beiden, wäre ich auch nochmal den Berg herunter glaufen, falls etwas gefehlt hätte. Allerdings gabs nen 110 Landy – ich hätte also nicht unbedingt laufen müssen.
Aber es ging alles gut und Ludwig hat uns dann auch noch den Eiskeller und die anderen Räume unter dem Haus gezeigt. Achja, einen der Angestellten der Alm habe ich zufällig auf der Hochzeit gestern in München kennengelernt. Die Welt ist ein Dorf.

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Ihr Kleid übrigens, sehr cool! Insgesamt gabs natürlich viel Tracht, da die meisten Gäste waren aus München kamen. Und es gab irrsinnig viele Kinder. Und wer kein Kind hatte, der war Schwanger, glaube ich. Trotzdem haben beinahe alle bis zum Schluß durchgehalten und das auf den Zimmern bereitsliegende Ohropax hat später sicherlich auch seine Dienste getan. Mein Ohropax hat man vergessen. Das bekam ich dann zur Abreise. Allerdings lag das sicherlich daran, dass ich die Nacht im Zelt geschlafen habe. Meine erste Hochzeit im Zelt. Geht auch. Muss aber nicht zur Gewohnheit werden.

Es gibt einfach Hochzeiten, die kann man schlecht in Worte fassen. Und wenn man dann noch unter Freunden ist und zwei ehemalige Brautpaare mit dabei waren und es dann auch noch etliche Gäste gab die mich kannten und die ich teilweise wiedererkannte (ich habs ja nicht immer so mit wiedererkennen), dann macht es das auch nicht immer einfacher. Aber ich glaube die Regel, „ist das Bild nicht gut, warst du nicht nah genug dran“, kann man genauso stehen lassen. Hier war ich sehr nah dran. Und die Kulisse tat ihr übriges.

Leude, das war sehr cool. Eine sehr nette und entspannte Hochzeit, ne coole Party, nette Leute und eine tolle Location. Dem Brautpaar wünsche ich alles erdenklich Liebe, viele Kinder (Regen und so) und immer ne Handbreit Wasser unterm Kiel. Ich denke, sowas kann auch ein Münchner mal brauchen!

YEAH!

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